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Christen in Bethlehem werden diskriminiert – Orang Kristen di Betlehem didiskriminasi

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Christen in Bethlehem werden diskriminiert

Britischer Kapuzinerpater fordert christlich-muslimische Verständigung

Von Michaela Koller

LONDON, 24. März 2010 (ZENIT.org).- Der englische Kapuzinerpater Mark Elvins hat in einem leidenschaftlichen Appell in der britisch-katholischen Zeitung „The Catholic Herald” auf die Not der Christen in Bethlehem aufmerksam gemacht. Er nennt in der aktuellen Wochenausgabe Beispiele hochqualifizierter Palästinenser, die ohne Heizung, ohne Bad und ohne Kochstelle dahin vegetieren müssen. Im Unterschied zu zahlreichen anderen Beobachtern macht der Leiter des renommierten Greyfriars-College in Oxford die Diskriminierung innerhalb der palästinensischen Bevölkerung als zentrale Ursache aus.

„Viele wohlhabende Christen sind ausgewandert und die, die geblieben sind, sind oft arm und ihnen fehlt es an einer wirksamen Stimme, da es abgesehen von der Besatzung palästinensischen Territoriums eine stetige Beschlagnahmung christlichen Grundbesitzes mittels hemmungsloser Methoden gibt.”

Einige christliche Händler seien zudem gedrängt worden, ihr Geschäft aufzugeben. Zudem gebe es Beschwerden über Diskriminierung. Würdenträger, die zum Frieden zwischen Israel und den Palästinensern aufriefen, unterschieden nicht zwischen der christlichen Bevölkerung und den muslimischen Palästinensern. „Das Geld, das ich gesammelt habe, hat bereits einigen Studenten geholfen, eine gute Zahl möchte um jeden Preis dableiben, aber wenn ihnen Möglichkeiten verschlossen bleiben, nur weil sie Christen sind, wer kann ihn dann verübeln, das Land zu verlassen”, fragt Pater Mark rhetorisch.

Aus der schwachen Stellung der Christen vor Ort leitet er die dringende Notwendigkeit einer christlich-muslimischen Verständigung ab. “Das ist der Kern des Problems”, ist der Kapuziner überzeugt, “Frieden ist eine offensichtliche Notwendigkeit, aber Freundschaft und Verständnis zwischen Muslimen und Christen in Palästina sind unerlässlich, wenn die Bitte des Heiligen Vaters, eine christliche Präsenz im Heiligen Land zu bewahren, wirksam werden soll.”

Pater Mark, der eingangs in seinem Artikel daran erinnert, dass Bethlehem der erste Ort der Verehrung Christi war und sich daher heutzutage im Herzen der Stadt das „historischste Denkmal für die Christentum in der Welt” befinde, liefert auch Zahlenbelege für die prekäre Situation. „Während 1960 noch 20 Prozent der Bevölkerung im Heiligen Land Christen waren, ist diese Zahl heute auf fast 1,4 Prozent herab gesunken.” Noch im Jahr 1948 seien die Einwohner Bethlehems 70 Prozent Christen gewesen. „Als ich 1969 erstmals Bethlehem besucht habe, war es eine im Wesentlichen christliche Stadt”, erinnert sich der Pater.


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