Archive for March 20th, 2010

20
Mar
10

Indonesien: Christen und Muslime sehen in Obamas Besuch ein Hoffnungszeichen


Anmerkung:

Laut aktueller Information aus einer vertrauten Quelle, der Besuch vom Praesidenten Obama in Indonesien wird aus ungenannten Gruenden auf ein unbestimmtes Datum im Juni 2010 verschoben! PMSK, SVD

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http://www.zenit.org/article-20101?l=german&utm_campaign=germanweb&utm_medium=article&utm_source=zenit.org/g-20101

Indonesien: Christen und Muslime sehen in Obamas Besuch ein Hoffnungszeichen

Islam kann in einer pluralistischen Gesellschaft einen positiven Beitrag leisten kann.

ROM, 19. März 2010 (ZENIT.org/Fides.org).- Der Besuch des US-amerikanischen Präsidenten Barak Obama in Indonesien ist eine gute Gelegenheit, um zu zeigen, dass „der Islam in einer pluralistischen Gesellschaft einen positiven Beitrag leisten kann.”

Obama „hat in Indonesien selbst das multikulturelle Zusammenleben erlernt und kann dies heute als Präsident der Vereinigten Staaten in die Praxis umsetzen”, so christliche und muslimische Religionsführer in Indonesien zum Fidesdienst im Vorfeld des Besuchs des US-amerikanischen Staatspräsidenten, der sich vom 23. bis 25. März in Indonesien aufhalten wird. Barak Obama lebte als Kind (1967-1971) in Indonesien.

Die Christen in Indonesien betrachten den Besuch Obamas als positiv für das Land: es werden nicht nur die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern gefestigt, sondern es geht auch um eine freundschaftliche Geste der Vereinigten Staaten gegenüber dem Islam.

Im Gespräch mit dem Fidesdienst bekräftigt der Vorsitzende des Liturgieausschusses der Indonesischen Bischofskonferenz, Bischof Aloysius M Sautrsinaatmaka von Palangkaraya: „Obama ist nicht nur der Präsident der Vereinigten Staaten sondern auch Friedensnobelpreisträger. Sein Besuch in einem Land mit muslimischer Mehrheit stellt auch sein Engagement für den Frieden unter Beweis und bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten den Islam nicht als Feind betrachten.

Obama bringt die Botschaft, dass der Islam in einer pluralistischen Gesellschaft einen positiven Beitrag leisten kann, wie dies in unserm Land geschieht, wo viele Religionsgemeinschaften und Kulturen zusammenleben, aber auch in anderen Teilen der Welt. Der Besuch von Obama ist eine Gelegenzeit, zu zeigen, dass es im Islam viele positive Werte gibt, nachdem in den vergangenen internationaler Ebene ein Bild vom Islam als inspirierende Kraft für Gewalt entstanden ist.”

Nach Ansicht von Professor Azyumardi Azra, einer der bekanntesten Intellektuellen und ehemaliger Rektor der Nationalen Islamischen Universität „Syarif Higayatullah” in Jakarta, sollten die Proteste einiger indonesischer Organisationen, darunter die Hizbut Tahrir Indonesia (HTI) nicht als Hindernis auf dem Weg der Annäherung betrachtet werden.

Azymardi selbst betrachtet den Besuch Obamas als wichtigen Schritt auf diplomatischer Ebene und für den indonesischen Islam: „Seit langem”, betont er im Gespräch mit dem Fidesdienst, „haben wir auf den Besuch Obamas gewartet, nachdem er bereits andere islamischen Länder, wie zum Beispiel Ägypten besucht hatte. Es ist wichtig für uns und wir müssen es verstehen, ihn gut aufzunehmen, denn dies wird für uns alle von Vorteil sein. Es handelt sich um ein Zeichen der Freundschaft. Obama hat in Indonesien gelernt, was multikulturelles Zusammenleben bedeutet und heute möchte er dies als Präsident der Vereinigten Staaten umsetzen. Wir wünschen uns, dass dies ein erster Schritt beim Aufbau neuer Beziehungen zur islamischen Kultur sind, die auf gegenseitiger Achtung gründen. Aus diesem Grund sollte der Islam dem Präsidenten Wertschätzung und Respekt entgegen bringen.”

Obama wird im Rahmen seines Besuchs in Indonesien politische Autoritäten und Vertreter des indonesischen Islam treffen. Hasyim Muzadi, von der „Nahdlatul Ulama” und Din Sjamsuddin von der „Muhammadiya”, die die beiden größten islamischen Organisationen des Landes vertreten laden ihre Anhänger dazu ein, Obama als „willkommenen Gast” zu empfangen und bedauerten die ablehnende Haltung anderer muslimischer Gruppen.

20
Mar
10

SPANIEN FORDERT VON REGIERENDEN IN MAROKKO RELIGIONSFREIHEIT

http://www.zenit.org/article-20108?l=german&utm_campaign=germanweb&utm_medium=article&utm_source=zenit.org/g-20108

ZG10031910 – 19.03.2010

Permalink: http://www.zenit.org/article-20108?l=german

SPANIEN FORDERT VON REGIERENDEN IN MAROKKO RELIGIONSFREIHEIT

Übertritt zu einem anderen Glauben wird gesetzlich nicht geduldet

Von Patricia Navas

MADRID, 19. März 2010 (ZENIT.org).- Die jüngsten Vorfälle von Diskriminierung von Christen in Marokko haben besonders im benachbarten Spanien zu Protesten geführt. Verschiedene Gruppierungen und Verbände riefen zu Solidaraktionen auf. Die Vereinigung E-Cristians hat in diesem Zusammenhang einige Petitionen an die politischen Parteien und die Regierung Spaniens, sowie an seinen Präsidenten, José Luis Rodríguez Zapatero, in seiner Eigenschaft als rotierender Präsident der Europäischen Union, eingereicht.

In dieser fordern sie vom Königreich Marokko die volle Anerkennung der Glaubensfreiheit, sowie die Freiheit der mündlichen und schriftlichen Glaubensverkündigung, auch außerhalb der kultischen Stätte, die Anerkennung der Moral- und Soziallehre, und die Erlaubnis zum Druck religiöser und liturgischer Bücher.

Nach einer Veröffentlichung von E-Cristians, soll es in Marokko zwar eine Toleranz der Religionsfreiheit geben, der Übertritt zu einem anderen Glauben würde jedoch gesetzlich nicht geduldet. Die spanische Regierung habe angesichts dieser Verletzung des Rechts auf Religionsfreiheit nur geringes Interesse gezeigt.

Im Gegensatz zu anderen muslimischen Ländern, genießt die Katholische Kirche in Marokko einen besonderen Rechtsstatus durch das königliche Dekret „Dahir”, das König Hassan II. im Jahre 1983 erlassen hat. Dieser Status erlaubt der Kirche öffentlich und frei ihre eigenen Aktivitäten auszuüben, besonders hinsichtlich des Kultes, des Lehramts, der internen Jurisdiktion, der karitativen Tätigkeit und der religiösen Ausbildung seiner Mitglieder.

Marokko hat eine konstitutionelle, demokratische und soziale Monarchie, eine Art von Theokratie. König Mohammed VI. hat den Titel des Emirs der Gläubigen im Sinne der „Verteidigung des Islams” sowie die bürgerliche und religiöse Macht, die Überwachung der Moscheen und der Lehre der „Ulema.

Eine nationale Struktur des katholischen Episkopats gibt es nicht, vielmehr übernimmt die Regionale Bischofskonferenz von Nord-Afrika (CERNA), mit Algerien, Tunesien, Libyen und Marokko, die Aufgaben einer nationalen Konferenz. Es gibt zwei Erzbistümer in Marokko, Tanger und Rabat. Die Katholiken in Marokko geben Zeugnis von der Katholizität der Kirche, die Menschen unter Wahrung ihrer kulturellen Identität vereint.

[Übersetzung ins Deutsche von Susanne Czupy]

20
Mar
10

MAROKKO WEIST CHRISTEN GRUNDLOS AUS – AUCH ORDENSLEUTE

http://www.zenit.org/article-20107?l=german&utm_campaign=germanweb&utm_medium=article&utm_source=zenit.org/g-20107

ZG10031909 – 19.03.2010

Permalink: http://www.zenit.org/article-20107?l=german

MAROKKO WEIST CHRISTEN GRUNDLOS AUS – AUCH ORDENSLEUTE

„Mit Freiheit zu lieben, ist das, was hilft”, sagte der Bischof der Diözese

Von Patricia Navas

TANGER, 19. März 2010 (ZENIT.org).- Er ist Christ und wirkte bis vor Kurzem als Franziskaner in Marokko. Er besitzt sogar die ägyptische Staatsangehörigkeit. Zusammen mit Dutzenden von Christen wurde er jetzt aus Marokko verhaftet und ausgewiesen worden.

Das Bistum von Tanger, aus der er ausgeschlossen wurde, habe von den marokkanischen Behörden die Gründe für die Ausweisung verlangt, jedoch habe er noch keine Antwort erhalten, erklärte Erzbischof Santiago Agrelo Martinez, OFM, an diesem Donnerstag gegenüber ZENIT.

Der junge Ordensmann mit zeitlichen Gelübden wurde am Sonntag, den 7. März von der Polizei verhaftet. Nach dem Aufenthalt auf einer Polizeiwache, wurde er zu einem Flugzeug gebracht, die ihn nach Ägypten zurück beförderte. Er lebte fast zwei Jahre in Marokko, hatte aber seine Ausbildung noch nicht abgeschlossen. Seine Verhaftung erfolgte an jenem Wochenende, als in der spanischen Stadt Granada ein Gipfeltreffen zwischen der Europäische Union und Marokko stattfand.

„Ich glaube, dass in dieser Diözese von Tanger, noch niemand aus religiösen Gründen vertrieben wurde”, sagte Erzbischof Agrelo, der sich zum Zeitpunkt der Verhaftungen in Spanien aufhielt. Etwa 2.000 bis 2.500 Katholiken soll es derzeit in der Diözese geben, die 4 Millionen Einwohner zählt, sagte der Bischof. Aufgrund der Fluktuation sei es schwierig eine genaue Zahl der Katholiken festzustellen, da ausschließlich Muslime marokkanische Staatsbürger sein können.

Die Verhaftung des jungen Katholiken reiht sich an jene von Dutzenden von Christen, die im März dieses Jahres, im Rahmen des „Kampfes der marokkanischen Behörden gegen Evangelisierungsversuche, die darauf abzielen, den Glauben der Muslime zu erschüttern”, so die offizielle Nachrichtenagentur Maghreb Arab Press, aus Marokko ausgewiesen wurden.

Eine Präsenz der Franziskaner in Marokko gibt es seit dem Jahr 1219, als die ersten Franziskaner in Marrakesch hingerichtet wurden. Im Jahre 1630 unternahm der selige Johannes von Prado und im Jahre 1861 nach einer Zeit der Krise Pater Jose Lerchundi die dritte Neugründung, die eine Blütezeit der christlichen Gemeinden, sowie die Gründung von Schulen und Spitälern mit sich brachte.

Der in diesem Monat vertriebene Franziskaner gehörte zur Gemeinschaft von acht Brüdern, die zusammen mit anderen franziskanischen Gemeinschaften in verschiedenen Städten von Marokko, auf nationaler Ebene für ihre Freundlichkeit und ihren Dienst am Nächsten geschätzt sind.

„Wir arbeiten mit den Armen; auf der ganzen Welt sind wir als Christen bekannt”, sagte Msgr. Agrelo, OFM. „Ich denke, dass viele Menschen unsere Arbeit und unseren Weg der Evangelisierung respektierten. Heftige Worte helfen weder hier, noch sonst irgendwo auf der Welt. Was hilft sind Worte und Gesten der Liebe mit Freiheit. Die machen uns frei, stark und christlich.”

Der Bischof, der selbst ein Fremder im Land ist, äußerte seine Bereitschaft, alle Möglichkeiten der Kontaktaufnahme mit den marokkanischen Behörden offen zu halten.

Anlässlich der Nachrichten über die Ausweisung christlicher Ausländer mit anderen Nationalitäten, veröffentlichten der katholische Erzbischof Erzbischof Vincent Landel und der evangelische Pfarrer Jean-Luc Blanc in Rabat eine Erklärung wegen der Anschuldigung des Proselytismus und anderen unbekannten Motiven. Dabei betonten die beiden Kirchenführer ihren Respekt vor den Gesetzen des Landes. „Unser einziges Ziel ist, daran mitzuhelfen, dass Marokko ein Land werden kann, wo Muslime, Juden und Christen unbeschwert ihre Verantwortung am Aufbau des Landes in Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung teilen”.

[Übersetzung ins Deutsche von Susanne Czupy]

20
Mar
10

Marokko: Christen geraten unter staatlichen Druck

http://www.idea.de/nachrichten/detailartikel/artikel/marokko-christen-geraten-unter-staatlichen-druck.html

17. März 2010

Marokko: Christen geraten unter staatlichen Druck

Regierung geht gegen vermeintliche Abwerbung von Muslimen vor.

Rabat (idea) – In Marokko wächst die Sorge, dass die Regierung stärker gegen die christliche Minderheit vorgehen will. Laut Presseberichten sind im März bereits 70 ausländische Christen ausgewiesen worden, die als Entwicklungshelfer in dem überwiegend muslimischen nordafrikanischen Land tätig waren. Im Visier des Staates sind dem Informationsdienst Compass Direct zufolge vor allem US-Bürger.

Die Regierung habe der US-Botschaft in Rabat eine Liste mit 40 Personen übergeben, die das Land verlassen sollen. Der Grund ist die Sorge, dass Christen Muslime zum Übertritt zum Christentum bewegen wollen. Das ist in Marokko verboten, wo nach der Verfassung Religionsfreiheit besteht. Auch in der kleinen, aber wachsenden einheimischen Minderheit breitet sich Angst vor staatlichen Übergriffen aus. Vor allem unter Berbern in Marokko und dem benachbarten Algerien nimmt die Zahl der Christen zu.

Am 10. März waren ein marokkanischer Pastor, seine Frau und ein Verwandter einen Tag lang verhört worden. Schon am 4. Februar hatte die Polizei nach einer Razzia auf eine Bibelstunde in Amizmiz, etwa 55 Kilometer südlich von Marrakesch, einen US-Amerikaner und 18 Marokkaner festgenommen, darunter fünf Kleinkinder zwischen sechs Monaten und vier Jahren.

Danach wurde der US-Amerikaner abgeschoben. Begründung: Er habe als Missionar den evangelischen Glauben verbreiten wollen. Am 8. März hatten Sicherheitsbehörden das christliche Kinderheim „Dorf der Hoffnung“ in Ain Leuh im Atlasgebirge geschlossen. 16 ausländische Mitarbeiter, meist Pflegeeltern für die 33 Kinder, mussten das Land verlassen. Das teilte Personalleiter Chris Broadbent im Interne mit.

Man habe den Ausländern vorgeworfen, Pflegekinder zum christlichen Glauben bekehren zu wollen. Eine ähnliche Einrichtung, die „Kinder-Zuflucht“ in Azrou, etwa 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Rabat, wird von den Behörden genau beobachtet. Die 20 Mitarbeiter fürchten ein ähnliches Schicksal wie die Ausländer im „Dorf der Hoffnung“.

Neuer Justiz- und Innenminister Nach Einschätzung einheimischer Christen geht das schärfere staatliche Vorgehen auf die Ernennung von zwei Ministern zurück. Justizminister Mohammed Naciri und Innenminister Taieb Cherkaoui traten ihre Ämter im Januar an.

Kommunikationsminister Khalid Naciri kündigte am 11. März ein härteres Vorgehen gegen religiöse Abwerbung an. Christen könnten zwar ihren Glauben in Marokko frei praktizieren, dürften aber nicht missionieren. In dem nordafrikanischen Land ist der Islam Staatsreligion.

Von den rund 32 Millionen Einwohnern sind nach offiziellen Angaben 99 Prozent Muslime, davon 90 Prozent Sunniten. Ferner gibt es kleine Minderheiten von Christen und Juden.

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